FR 11.09.
AUSSTELLUNG - GASTFREUNDSCHAFT
19:00 VERNISSAGE
EINTRITT FREI
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Die Ausstellung GASTFREUNDSCHAFT befasst sich im Allgemeinen mit Identitäten moderner Gesellschaften, und im speziellen wird die Frage nach der Identitätsbildung von Menschen untersucht, die nicht in ihrem eigentlichen Geburtsland leben.
Die Künstler beschäftigen sich innerhalb der Ausstellung mit den Themen, die sie am meisten betreffen. Inwiefern ist der Versuch, ein normales Leben in einem Land, in dem mal als Ausländer gilt, zu führen, erfolgreich? So wird beispielsweise die Bürokratie, die einen in seiner Mobilität, wie auch Arbeitsmöglichkeit beschränkt, untersucht. Die Künstler versuchen die Mechanismen nach denen die Welt heute funktioniert zu demaskieren und sie bloß zu stellen, um letztendlich die Frage nach dem heutigen Bestehen von Identität und Integrität zu beantworten. So konfrontieren sie einen unter anderem mit der Frage nach der Würde eines Menschen und inwiefern diese mit seinem Pass verbunden ist oder wird.
Denn um ein Recht auf Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, ist es wichtig das heute geltende Paradigma zu verändern. So darf das Niveau der Freiheit nicht dem des finanziellen Status entsprechen.
Die Strategien des Widerstandes sind unterschiedlich und Kunst ist eine Option.

PERFORMANCE
HOME MIGRATION - IVAN BOŠKOVIĆ
Fr 19:00 - 22:00, So 16:00 - 19:00

„Umzüge nach Hause“ ist eine partizipative Performance, welche sich mit der Art des psycho-geographischen und metaphysischen Lesens beschäftigt. Sie versucht den Wanderfalken in uns herauszulocken, der in jedem von uns vorhanden ist, zwei Seiten, wie auch zwei Wohnorte hat. Es soll versucht werden den Ort, an den uns unsere inneren Migrationen hinführen, zu finden. Wo befindet sich die jeweilige Heimat und auf welchen Wegen wird man genau dorthin geführt?

KÜNSTLER: Ivan Bošković, Aleksandar Jestrović, Dejan Marković, Tanja Ostojić, Marta Popivoda, Sara Radonja

Kuratiert von Mia David und Zorana Đaković-Minniti

In zusammenarbeit mit Haertefact und mit der Unterstützung vom Ministerium für Kultur und Information von der Republik Serbien im Rahmen des Projektes "SrbiJa".

Ivan Bošković ist bekannt für sein weites Interesse an Systemen jeglicher Art. Seine Performances und Installationen werden inspiriert durch den Lauf einer globalisierten Welt und den Überlappungen von Geschichte, Politik, Wirtschaft, Religion und den jeweiligen Machtbestrebungen dieser.
Die unausweichliche Anziehungskraft dieser Systeme kommt in diesen Arbeiten zum Vorschein. Ein wichtiger Aspekt seiner performativen Arbeiten ist, dass sie partizipativ sind und in situ ausgeführt werden. Seine Zeichnungen sind im Vergleich abstrakter, obwohl einzelne Figuren zwischen einem komplexen Schema aus Pfeilen, Nummern und Symbolen erkennbar sind. Dabei benutzt er die Kartographie als eine gut erkennbare Sprache für dauernd im Fluss befindliche Verhältnisse zwischen Zeit und Raum. Ivan Bošković ist geboren in Belgrad, Serbien. Er studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin und erhielt seinen Abschluss als Meisterschüler von Professorin Katharina Sieverding.

Aleksandar Jestrović Jamesdin machte seinen Abschluss an der Universität der bildenden Künste in Belgrad in 2000 am Lehrstuhl für Malerei bei Dozent Čedomir Vasić. Neben Malerei und Multimedia, ist er auch als Basketballer aktiv. Er ist nicht vorbestraft und hat Wehrdienst geleistet. Derzeit macht er sein Master-Modul an der UDK Berlin. Er ist Preisträger der Vladimir-Veličković-Stiftung für Zeichnung, des Kulturzentrums Belgrad beim 50. Oktobersalon, des Rista-und-Beta-Vukanović-Preises wie auch des Preises der Universität der bildenden Künste für Zeichnung.

Tanja Ostojić, 1972 in Jugoslawien geboren, ist eine interdisziplinäre Performance Künstlerin und Kulturaktivistin, die seit 2003 in Berlin lebt. Sie studierte an der Universität der Künste Belgrad (M.A. 1998), an der École Regionale des Beaux-Arts Nantes (1998-99) und an der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der UdK Berlin (2012-14). Seit 1994 zeigt sie ihre Abreiten in zahlreichen Ausstellungen und Festivals weltweit, unter anderem bei der Manifesta 2, Musée d`Histoire de la Ville de Luxembourg (1998), bei der Biennale von Venedig (2001 und 2011), im Brooklyn Museum New York (2007), Skuc Galerie Ljubljana (2012). Sie hielt Vorträge und gab Workshops bei Konferenzen und an Kunsthochschulen in Europa, Nord- und Lateinamerika. Das Werk von Tanja Ostojić ist Gegenstand zahlreicher theoretischer Analysen und internationaler Veröffentlichungen. Sie brachte einige Bücher heraus, u.a: Integration impossible?: The Politics of Migration in the Artwork of Tanja Ostojic, argobooks, Berlin, 2009 und Strategies of Success / Curators Series, La Box, Bourges & SKC, Belgrade, 2004. Hardwax

Marta Popivoda, wurde 1982 in Belgrad geboren. Momentan wohnt und arbeitet sie in Berlin und Belgrad. In ihrer Arbeit untersucht sie diskursive Strukturen der Macht moderner Welt der Kunst, sowie kulturelle und politische Sphären des ehemaligen Jugoslawiens – durch Filme, Videoinstallationen und Performance. Sie ist Mitglied des Herausgeberkollektivs der theoretisch-künstlerischen Plattform und des Magazins TkH [Teorija koja hoda].
Ihr letzter Dokumentarfilm in Spielfilmlänge „Jugoslawien, wie die Ideologie unseren kollektiven Körper bewegte“ hatte seine Prämiere auf der 63. Berlinale, und wurde später noch auf zahlreichen Festivals auf der ganzen Welt gezeigt.
Marta Popivoda initiierte illegalni_bioskop (illegales Kino) (Belgrad, Paris, Bilbao) und ist Art-Director des Festivals des modernen experimentellen Films REZ. Ihre Arbeit wurde in Institutionen gezeigt wie z.B.: Tate Modern in London, M HKA in Antwerpen, 21er Haus in Wien, Beirut Art Center in Beirut, Musée de la danse in Rennes, MSUM in Ljubljana, Arsenal in Berlin, La Casa Encendida in Madrid, Forum des Images und MK2 Beaubourg in Paris, Berusschouwburg und Kaaitheater in Brüssel, Museum der Geschichte Jugoslawiens und Museum moderner Künste in Belgrad.
Sie absolvierte ihr Studium der Filmregie an der Fakultät für Dramaturgie in Belgrad, sowie auch ihr Postdiplomstudium des experimentellen Films am Lehrstuhl für Kunst und Medien der Universität der Künste Berlin (UdK). Für ihr Studium in Deutschland bekam sie ein Stipendium vom DAAD. Marta Popivoda hat den Berliner Preis für Kunst 2015 bekommen, im Andenken an die Märzrevolution 1848, den die Kunstakademie in Berlin im Namen von Deutschland überreicht.


Sara Radonja wurde 1987 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina, geboren und hat Grafikdesign und Visuelle Kommunikation an der Fakultät für Kunst und Design in Belgrad abgeschlossen (2011). Anschließend war sie im Kulturzentrum Belgrad als Grafikdesignerin tätig, und nebenbei als Mitarbeiterin der NGO BLOKOVI hat sie an der Konferenz “(Graphic) Designer: Author or Universal Soldier” mitgewirkt (2011-13). An der UdK Berlin studierte sie Raumbezogene Systeme (MA) als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD (2013-14). Nach ihrem Masterabschluss arbeitete sie im Studio von Sarah Illenberger (2014-15), in dem sie als Grafik- und Seedesignerin u.a. an Hermès und Wallpaper* Projekt arbeitete. Zurzeit lebt und arbeitet Sara in Berlin.

Dejan Marković geboren in Belgrad, lebt und arbeitet in Berlin und Graz. Durch artistic research und langfristige künstlerische Projekte untersucht er Zusammenhänge zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik und bringt unterschiedliche Medien, Formate und Methoden in seiner künstlerischen Praxis zusammen. Zurzeit unterrichtet er als Universitätsassistent am IZK Institute for Contemporary Art, TU Graz.

MEHR
POP-UP TATTOO STUDIO
SUPER SESSIONS WITH SUPER TIMOR
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Super Timor wurde 1986 in Belgrad in einer Arbeiterfamilie geboren. In der Grundschule war er excellent und habe schon dann seine Vorliebe für Kunst gezeigt. Seine Ausbildung setzt er in einer Schule für Design fort. In 2003 gründet er mit einigen Freunden eine Truppe von Staßenkünstler E++. In 2005 wurde er an der Akademie der angewandte Kunst in Belgrad aufgenommen. Er hat sich auf das Möbeldeign fokusiert. Das Studium beendet er in kürzeste Zeit und mit Auszeichnungen. Die erste Kunstaufträge hat er schon in der Schule bekommen. Nach dem Studium widmet er sich vornähmlich der Graffiti -Kunst und gleich öffet er ein Tattoo-Studio. Seit 2012 reist er um die Welt als Tattoo-Künstler. In 2014 war er Resident bei der AKA in Berlin. In 2015 gründete er die Tattoo-Gesellschaft Slavija in Belgrad, wo er immer noch seine Basis hat. Sein Alias Super Timor benutzt er schon seit 10 Jahren obwohl es keine tiefere Bedeutung hat.

MEHR
DJ RENÉ LÖWE
(VAINQUEUR / SCION VERSIONS)

DJ REGEN
(ILIAN TAPE)
23:00 PARTY
EINTRITT 5 EURO (NUR ABENDKASSE)
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

René Löwe zählt zu den prägendsten Produzenten des Sounds, für den das Berliner Hardwax bzw. Basic Channel Umfeld weltweit bekannt ist. Anfang der 90er arbeitete René im Berliner Schallplattenladen Hardwax was zu Folge hatte, dass er daraufhin ebenfalls als DJ in vielen Berliner Clubs, wie auch in ganz Europa, auftrat. In dieser Zeit entstanden auch erste eigene Stücke. Seine erste Veröffentlichung „Vainqueur - Lyot“ erregte von Beginn an sehr viel Aufmerksamkeit. Es folgten in den Jahren danach Produktionen für das Berliner Label Chain Reaction unter den Projektnamen „Scion“ (zusammen mit Peter Kuschnereit) so wie „Vainqueur“. Letztere mündeten in Auszügen in dem Album „Elevations“. Seit Ende der 90er liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit in der Zusammenarbeit mit Peter Kuschnereit und dem gemeinsamen Projekt „Scion“ bzw „Substance & Vainqueur“. Neben Konzerten in Berlin, Europa, den USA, Kanada, Japan… entstanden u.a. eine Mix-CD für das Berliner Tresor Records Label und Veröffentlichungen auf dem eigenen Label „Scion Versions“. Darüber hinaus produzierte René auch mit Paul St. Hilaire (Tikiman) sowie mehrere Remixe für verschiedenen Künstler, u.a. für Hauschka "Ping".

Miloš Pavlović a.k.a. Regen ist in die Welt der elektronischen Musik während seiner Kindheit reingerutscht. Er war unter dem Einfluss der “break” Kultur und es war nur eine Frage der Zeit wann er selber anfangen wird elektronische Musik aufzulegen. In den 90er Jahren gab es keine Schallplatten in Belgrad und die Leute haben wenig gereist. regen war privilegiert und die vielen Reisen, die er wegen Sprachkursen gemacht hat, hat er benutzt um Vinil zu kaufen. Mit 18 hat er angefangen in Belgrader Undergound Klubs aufzulegen. Als Produzent Milos versucht die Tradition der Techno-Musik aus den 90er Jahren zu pflegen. Er bähelt immer in Auge: die GEschichte, die Präsenz und die Zukunft. Als DJ will er seine Erfahrung in seine Musik wiederspiegeln lassen. Sein Ziel ist die Einbildungskraft bei Publikum immer wieder zu entflammen und trotzdem dem Publikum das zu geben was es will.

MEHR
SA 12.09.
DEBATTE
18:00 MODERNE NOMADEN: MIGRATION UND IDENTITÄT
EINTRITT FREI
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Diese Fragen hat sich mit Sicherheit ein jeder bereits selber gestellt. Doch was beeinflusst die Antwort? Werte und Normen unserer Eltern und Umgebung? Also unserer Nachbarn, Schulfreunde, bekannten Vorbilder, Idole aus Film und Fernsehen oder Musik? Während unseres Aufwachsens werden wir durch die Sprache, die wir sprechen, der Kultur und Gesellschaft in der wir Leben, sowie unserem sozioökonomischen Umfeld geprägt. Religion und Politik spielen bei der Identitätsbildung ebenso eine wichtige Rolle.

Was passiert mit dieser Identität, wenn man bewusst seine Umgebung und die Kultur in der man lebt, die Tradition, die diese Kultur mit sich bringt, wechselt? Wir leben in einem Zeitalter der Globalisierung, in dem die Menschen und deren Ideen in einer ständigen Fluktuation zu sein scheinen. Ein Wohnortwechsel scheint einfach, jedoch stellt sich die Frage wie viel man von sich von sich selbst aufgeben muss, um sich der neuen Umgebung anzupassen. Wie viel Integrität erlaubt die globalisierte Welt? Die liberalen Demokratien loben Multikulturalität und behaupten, sich selbst unter dem Einfluss von Migranten zu verändern. Entspricht diese Behauptung der Wahrheit und was sind die ganz persönlichen Dilemmata der Migranten in einer fremden Kultur und neuen Umgebung. Diese Frage wollen wir mit einem spezifischen Fokus auf Migranten des ehemaligen Jugoslawiens, bei der SERBINALE-Debatte anstoßen.

Teilnehmern: Robert Šoko - DJ und Party-Veranstalter, Jovana Popić - Multimedia-Künstlerin, Danko Rabrenović - Journalist, Musiker, Autor, Sanja Lukjančenko - Modedesignerin, Peter Hermanns - Sozialpädagoge
Moderator: Rüdiger Rossig - Journalist

In zusammenarbeit mit Belgrade Fund for Political Excellence (BFPE)

Robert Šoko ist ein DJ und Party-Veranstalter aus Berlin. Ursprünglich aus Bosnien, ist er Anfang der 1990er Jahre nach Westeuropa ausgewandert und nach kurzem Aufenthalt in Rotterdam in Berlin gelandet. Nachdem er einige Jahre unter anderem als Bauhelfer und Taxifahrer gearbeitet hat, ist er mehr durch Zufall zum auflegen gekommen. Auch hat er mehrere Jahre als Sprecher und Moderator fürs Radio und TV Deutsche Welle gearbeitet.
Seine Laufbahn als DJ begann Robert Šoko 1993 im Kreuzberger Club Arcanoa. Um die Jahrtausendwende kam Soko auf die Bezeichnung BalkanBeats und nannte ab dann seine Partys und den Musikstil so. Robert Šoko ist mittlerweile ein äußerst begehrter DJ und legt seine Musik weltweit an BalkanBeats Partys auf. Er hat regelmäßige Auftritte in Berlin, Paris, London und zahlreichen anderen Städten auf dem gesamten Globus.

Jovana Popić (geboren 1977 in Zadar, Kroatien) begann ihr Studium an der Fakultät für Bildende Kunst in Belgrad, Serbien, mit einem Stipendium für Wissenschaft und Kunsttalente der Republik Serbien. Darüber hinaus erhielt sie ein Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung und den Preis des Präsidenten für ihre Abschlussarbeit an der Universität der Künste in Berlin (Meisterklasse Rebecca Horn).
Weitere Preise und Auszeichnungen der Goethe-Institute, der Ulrich und Burga Knispel Stiftung, der Karl-Hofer-Gesellschaft e.V., des Vereinigten Königreiches Norwegen und zahlreiche Residenzstipendien folgten. Popić stellte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Italien, Griechenland, den USA, Polen, Russland, Kroatien, Slowenien und Serbien aus. Sie lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland.
Die Multimedia-Künstlerin Jovana Popić setzt sich insbesondere mit dem Thema Identität und ihren unzähligen Fragmenten und Konstituierungen auseinander. So sucht sie nach Spuren – Spuren des Ortes, der Erinnerung, der Zeit, Spuren der kulturell geprägten Lebensgeschichten, die die eigentliche Wiedererkennbarkeit, den Sinn und die Werte jedes einzelnen bestimmen.

Danko Rabrenović a.k.a. Der Balkanizer wurde 1969 in Zagreb geboren und wuchs als Sohn einer Kroatin und eines Serben in Belgrad auf. 1991 floh er vor dem Kriegseinsatz aus Jugoslawien zu seiner Tante nach Recklinghausen. Sein Studium in Köln finanzierte er unter anderem als Pflanzenschutzmittel-Einatmer. Heute lebt er in Düsseldorf.
Die Radioshow "Balkanizer" läuft seit 2005 beim Funkhaus Europa, wo Rabrenovic jeden Samstag mit einem Studiogast über dessen "persönliche Balkangeschichten" spricht. "Der Balkanizer. Ein Jugo in Deutschland" und “Herzlich Willkommenčić” hißen Rabrenović Bucher, in dem er mit viel Humor seine Erfahrungen mit den Deutschen, seinen Landsleuten und die unterschiedlichen Lebens-, Ess- und Schimpfgewohnheiten schildert. Mit die Band Trovači hat Rabrenović das Album "Aprilili" in 2015 veröffentlicht.

Sanja Lukjančenko ist eine Mode-Ikone. Ihr Gesicht hat das Modeling in Serbien in den 90er Jahren geprägt. Sie hat in Belgrad Architektur studiert und dann hat ein Masterstudiengang in London bei der London College of Fashion absolviert. Seit 2010. Sanja hat einiges Mode -Label SLU. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Peter Hermanns, geboren 1963, ist Sozialpädagoge und seit mehr als 20 Jahren beim Internationalen Bund, einem großen freien Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, tätig. Dort leitete er mehrere Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, bevor er in die Flüchtlingsarbeit wechselte. Ende 2014 baute er die erste Berliner Einrichtung für Flüchtlinge in modularer Leichtbauweise in Berlin-Köpenick auf. Unter den knapp 400 dort lebenden Menschen kommen etwa 120 aus den Westbalkanländern, die meisten von ihnen aus Serbien. Hermanns engagiert sich fachpolitisch für eine menschenwürdige Unterbringung und Unterstützung von Geflüchteten. Nebenberuflich betreibt er eine Kommunikationsagentur für Sport und Musik.

Rüdiger Rossig ist ein deutscher Journalist. Er studierte Balkanologie und Soziologie an der Freien Universität Berlin. Daneben arbeitete er bei der taz, wo er seit 1993 als Autor und Redakteur beschäftigt ist, war Mitarbeiter verschiedener Zeitungen, Zeitschriften und Radiosender sowie von 1995 bis 1998 Mitarbeiter von UNO und OSZE in Zagreb und Sarajevo. Seit 2008 ist er - neben seiner Tätigkeit bei der taz - Senior Editor von The Atlantic Times, The German Times und weiteren Zeitungen der Times Media. Zudem publiziert er in verschiedenen deutsch-, serbokroatisch- und englischsprachigen Medien wie Deutsche Welle, Vreme, taz oder Die Zeit. Er ist Gitarrist der Berliner Ska-Band Blechreiz.

MEHR
PERFORMANCE
20:00 PASS IT ON - DRAGANA BULUT
EINTRITT FREI
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Pass it on ist eine Performance-Auktion, die sich mit der Frage der Autorschaft, der Beziehung zwischen dem Materiellen und dem Immateriellen sowie dem Wert des künstlerischen Objekts beschäftigt. Die Auktionsregeln und das Anmeldeformular sind vor Beginn verfügbar. Mit der Anmeldung erhält man eine Bieternummer. Die Anmeldung verpflichtet zwar nicht zum Kauf, aber wo sonst wird Kunst zu Schnäppchenpreisen angeboten? Bringen Sie Ihr Sparschwein mit, denn alles muss raus!

Autorin: Dragana Bulut
Mitarbeitern: Maria Baroncea, Sheena McGrandles, Alex Baczynski-Jenkin
Ligia Soares, Drinka Bulut, Nina Kurtela i Will Ralws.
Dramaturgie: Ana Vujanović

Dragana Bulut ist Teil der Belgrader Organisation Stanica/Station - Forum für zeitgenössischen Tanz. Derzeit lebt sie in Berlin, wo sie ihr Masterstudium im Bereich Solo/Dance/Authorship - Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz (HZT) der UdK Berlin absolviert hat. Seit 2006 wurde ihre choreographische Arbeit in verschieden nationalen und internationalen Kontexten vorgestellt : Tanzquartier Wien, InTransit Festival Berlin, euro-scene Leipzig, iDANS Festival Istanbul, Fabrik in Potsdam, Kondenz Festival Belgrad, Danspace Project New York, eXplore Dance Festival Bukarest, Balkan Dance Platform u.v.m. Als Performance-Künstlerin arbeitete Dragana mit zahlreichen namhaften Künstlern zusammen - u.A. mit Meg Stuart, Tino Egal, Ivo Dimchev, Charles Linehan. Sie erhielt den Prix Jardin d’Europe - den europäischen Preis für junge Choreographen, sowie zweifach das europäische Stipendium danceWeb, in den Jahren 2004 und 2008.

MEHR
POP-UP TATTOO STUDIO
SUPER SESSIONS WITH SUPER TIMOR
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Super Timor wurde 1986 in Belgrad in einer Arbeiterfamilie geboren. In der Grundschule war er excellent und habe schon dann seine Vorliebe für Kunst gezeigt. Seine Ausbildung setzt er in einer Schule für Design fort. In 2003 gründet er mit einigen Freunden eine Truppe von Staßenkünstler E++. In 2005 wurde er an der Akademie der angewandte Kunst in Belgrad aufgenommen. Er hat sich auf das Möbeldeign fokusiert. Das Studium beendet er in kürzeste Zeit und mit Auszeichnungen. Die erste Kunstaufträge hat er schon in der Schule bekommen. Nach dem Studium widmet er sich vornähmlich der Graffiti -Kunst und gleich öffet er ein Tattoo-Studio. Seit 2012 reist er um die Welt als Tattoo-Künstler. In 2014 war er Resident bei der AKA in Berlin. In 2015 gründete er die Tattoo-Gesellschaft Slavija in Belgrad, wo er immer noch seine Basis hat. Sein Alias Super Timor benutzt er schon seit 10 Jahren obwohl es keine tiefere Bedeutung hat.

MEHR
SO 13.09.
PERFORMANCE
16:00 - 19:00 HOME MIGRATION - IVAN BOŠKOVIĆ
EINTRITT FREI
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Umzüge nach Hause ist ein partizipatives Performance über das psycho-geographische und metaphysche Lesen, das in jedem von uns einen Wandlerfalke anspricht. In jedem von uns steckt einen Wanderfalke, der zwei Seiten hat und zwei Wohnorte bewohnt. Durch unterschiedliche Methoden werden wir versuchen herauszufinden wo uns unsere innere Migrationen führen, wo ist unsere innere Migranten-Heimat und wohin fahren die besten Wege.

Kuratiert von Mia David und Zorana Đaković-Minniti

In zusammenarbeit mit Haertefact und dem Ministerium für Kultur und Information von der Republik Serbien

MEHR
FÜHRUNG
19:00 FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG IN ANWESENHEIT DER KÜNSTLER
Ballhaus Ost, Pappelallee 15
KONZERT
20:00 KUU!
EINTRITT 8 EURO >>> KARTEN
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Die Band KUU!, bestehend aus Jelena Kuljić, Kalle Kalima, Frank Möbus und Christian Lillinger, präsentiert europäischen Spitzenjazz mit wahren Theaterqualitäten. 
Diese Musik ist ihr eigenes Theater – rasant, modern, verstörend. Zwei Gitarren bahnen den Weg: Eben noch lässt Frank Möbus herrliche Klänge aus seinem Instrument hervorperlen, da zerschneidet plötzlich Kalle Kalima wie aus einer anderen Welt die Luft. Schlagzeuger Christian Lillinger liefert hochenergetische Jazzpunk-Kaskaden dazu. Mit einer Stimme wie aus Stahl und dunkler Schokolade thront Jelena Kuljić oben auf.

Bandmitglieder: Jelena Kuljić, Vokal; Frank Mobus, Gitarre; Kale Kalima, Gitarre; Christian Lilinger, Schlagzeug

Jelena Kuljić studierte Jazz-Gesang am Jazz Institut im Berlin. Jelena ist Frontmen von Yelena K & The Love Trio (Double Moon Records) und initiierte verschiedene Projekte wie z.B.: Y Move (MinorMusic 2006) oder Fasil (ECM 2009). Ihre jetzigen Projektesind KUU! (shoebill music 2014) und Z-Country Paradise (Z-Paradise Records 2015).

Als Musikerin und Schauspielerin arbeitete sie in zahlreichen Theaterproduktionen wie z.B.: Wozzeck (Volksbühne, Berlin), Das wohltemperierte Klavier (Schaubühne, Berlin), Harmonia Caelestis (Burg Theater), The Black Rider (Theater Basel), The Nature of Crisis (DorkyPark), Das Schottenstück (Volksbühne), On Fire (DorkyPark, Johannesburg).

www.kuu-music.com

MEHR
POP-UP TATTOO STUDIO
SUPER SESSIONS WITH SUPER TIMOR
Ballhaus Ost, Pappelallee 15

Super Timor wurde 1986 in Belgrad in einer Arbeiterfamilie geboren. In der Grundschule war er excellent und habe schon dann seine Vorliebe für Kunst gezeigt. Seine Ausbildung setzt er in einer Schule für Design fort. In 2003 gründet er mit einigen Freunden eine Truppe von Staßenkünstler E++. In 2005 wurde er an der Akademie der angewandte Kunst in Belgrad aufgenommen. Er hat sich auf das Möbeldeign fokusiert. Das Studium beendet er in kürzeste Zeit und mit Auszeichnungen. Die erste Kunstaufträge hat er schon in der Schule bekommen. Nach dem Studium widmet er sich vornähmlich der Graffiti -Kunst und gleich öffet er ein Tattoo-Studio. Seit 2012 reist er um die Welt als Tattoo-Künstler. In 2014 war er Resident bei der AKA in Berlin. In 2015 gründete er die Tattoo-Gesellschaft Slavija in Belgrad, wo er immer noch seine Basis hat. Sein Alias Super Timor benutzt er schon seit 10 Jahren obwohl es keine tiefere Bedeutung hat.

MEHR